Unsere S-Technologie hält Thermo-Kalander-Walzen in Form

Neue Heizmittel-Strömungstechnik optimiert die Geometrie von Thermowalzen unter Betriebsbedingungen

Peripher gebohrte Walzen haben wir, WALZEN IRLE, in die Papierindustrie eingeführt. Seit vielen Jahren hat sich die DuoTherm S®-Walze bewährt. Bei dieser Konstruktion handelt es sich um eine peripher gebohrte Walze, bei der zwei benachbarte periphere Bohrungen jeweils zu einer Gruppe zusammengefasst werden.

Ansicht Walze mit S-Technologie

Das Durchströmungskonzept und die sich daraus ergebenden thermischen Verhältnisse haben einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Profileigenschaften der Walze hinsichtlich Temperaturgleichmäßigkeit und Walzenform. Die Walzenform, insbesondere der Polygoneffekt, wird maßgeblich von der Anzahl der peripheren Bohrungen bestimmt.

Hinsichtlich der Profilgüte bietet die DuoThermS® Walze bereits heute sehr gute Ergebnisse, weil sie, verglichen mit Wettbewerbsprodukten, deutlich mehr periphere Bohrungen aufweist. Radiusabweichungen in der Form von weniger als 1 µm und in der Temperatur von weniger als 2°C sind durchaus realisierbar. Der Mechanismus, der Barring hervorruft, ist noch nicht hinlänglich bekannt. Unser Bestreben geht dahin, Anregungsquellen wie den Polygoneffekt, wo immer möglich, zu minimieren. Für sehr hoch belastete Walzen, wie sie in Multi-Nip-Kalandern zum Einsatz kommen, haben wir die Walzentypen MonoThermS® und DuoThermS® entwickelt.

Die Walzentype DuoThermS® basiert auf dem Durchflutungsprinzip "Duopass", verfügt aber zusätzlich über eine Wendel in den peripheren Bohrungen. Die Wendel verleiht dem Heizmedium eine Drallströmung, die den Temperaturverlust über die Walzenbreite ausgleicht. Die Drallströmung wirkt sich positiv auf den Wärmeübergang zwischen Heizmedium und Bohrungsinnenwand aus. Versuche bestätigten, dass sich, trotz einer bereits voll ausgebildeten turbulenten Strömung in der peripheren Bohrung, der gewünschte Effekt durch die Wendel einstellt.

Der Einsatz einer Wendel mit stetig abnehmender Steigung in Durchflutungsrichtung ermöglicht erstmalig, ohne dabei den Druckverlust des Walzensystems wesentlich zu beeinflussen, den Temperaturverlust gezielt auszugleichen und somit auf die Geometrieform der Walze aktiv einzuwirken. Die zuvor genannten Werte für die Radiusabweichung in der Form von weniger als 1 µm und in der Temperatur von weniger als 2°C lassen sich annähernd halbieren, was die Gefahr von Barring mindert. Auch kann die Walzentype DuoThermS® mit einem reduzierten Volumenstrom betrieben werden, ohne dabei signifikante Zugeständnisse an die Profilgüte machen zu müssen. Noch bessere Ergebnisse lassen sich mit der Walzentype MonoThermS®, eine Walze, die im Monopass-System durchströmt und zur axialen Temperaturkompensation ebenfalls mit Wendeln ausgestattet ist, erzielen.

Unsere Walzentypen DuoThermS® und MonoThermS® bieten ausreichend Potential, um den Anforderungen eines modernen Hochleistungskalanders gerecht zu werden.

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