Blick in die Abteilungen: die neue Schleudergussabteilung, Ausbau Gießerei
Investitionen in Hochtechnologie sichern Wettbewerbsfähigkeit
Nachdem wir in der letzten Ausgabe die allgemeinen Abläufe im Schmelzbetrieb der Gießerei näher beleuchtet haben, beschreiben wir diesmal die Erweiterung der Schleudergussabteilung.
Mit den neuen Anlagen haben wir unsere technischen und mengenmäßigen Kapazitäten erweitert und somit unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöht.
Für die optimale Integration der neuen Anlage in die Aufbau- und Ablauforganisation unserer Gießerei waren intensive Planungen und Vorarbeiten notwendig. Ein amerikanischer Hersteller mit entsprechendem Know-how konnte unsere Vorstellungen für die Anlage erfüllen und bekam den Zuschlag. Eine bereits vorhandene Schleudergussanlage wurde technisch auf den neuesten Stand gebracht und mit der bestellten Maschine entstand so eine weitere, komplett neue Schleudergussabteilung.
Im Werk 2 (Gießerei) musste zunächst ein Standort ausgewählt werden, der allen Möglichkeiten der Anlage, bezüglich größtmöglicher Abmessungsbandbreite und Gießgewicht, gerecht wird. Vorhandene Krananlagen sollten optimal genutzt werden und der Bau der Anlage sollte die laufende Produktion möglichst nicht beeinträchtigen.
Ein Hofraum in der Verlängerung der Halle der Walzenformerei zum Schmelzbetrieb hin war als Standort für die neuen Anlagen am besten geeignet. Die stirnseitige Hallenwand der Walzenformerei musste geöffnet, der Hofraum mit der Hallenverlängerung überbaut und die bestehenden Kranbahnen verlängert werden. Danach realisierte ein Bauunternehmen die Maschinen-Fundamente und im Anschluss konnten wir mit den ersten Montagearbeiten der Anlagen beginnen.
Anfang Mai trafen zwei Techniker aus Amerika ein, die für eine fachgerechte Montage und das Anfahren der Anlage sorgten. Unterstützt wurden die beiden Techniker durch Mitarbeiter unserer Instandhaltung. Die bei der Montage erkennbaren mechanischen, elektrischen und Prozess-Verbesserungsmöglichkeiten wurden von unseren Instandhaltern umgesetzt.
Begleitend zur Inbetriebnahme der Anlagen haben wir auch die Gieß- und Formeinrichtungen, die technologischen Abläufe und die Werkstofftechnik speziell für diese Anlagen festgelegt.
Schon ab 30. Mai 2002 fertigten wir die ersten Walzenmäntel mit einer chromhaltigen Eisenlegierung auf der "großen" Schleuderguss-Maschine. Die äußerst zufriedenstellende Auswertung der Abgussergebnisse bestätigten das Anlagenkonzept.
Am 10. Juli 2002 "schleuderten" wir die erste komplette Walze mit den Ballen-Abmessungen Ø777 x 2220, sowie weitere Cr-Verbundgusswalzen und die ersten Indefinite-Verbundgusswalzen. Die Ergebnisse entsprachen voll unseren Erwartungen.
Trotz der intensiven Baumaßnahmen haben wir die "normale" Produktion mit sorgfältiger Planung und Organisationsgeschick in vollem Umfang aufrecht erhalten und konnten sogar den Produktionsausstoß steigern.
Im Zuge der Einrichtung der Schleuderguss-Anlage haben wir die zugehörigen Betriebsmittel und nachgelagerten Produktionsbedingungen optimiert. Dazu zählt unter anderem die Erweiterung unserer Glüherei. Die Halle der Walzenformerei wurde bereits um weitere zwei Hallenschiffe erweitert. Dort ist die zusätzliche Montage von Glühöfen und die Integration einer Kokillenanwärmkammer abgeschlossen.
Alles in allem ist erkennbar, dass wir von WALZEN IRLE mit einer motivierten Mannschaft und moderner, präziser Hochtechnologie unverändert große Anstrengungen unternehmen. Wir bleiben für unsere Kunden weiterhin ein partnerschaftlicher und unverzichtbarer Walzenlieferant mit einer langfristigen Perspektive.
Lo/JK