Firmenstrategie WALZEN IRLE GmbH
Gemeinsames Vorgehen mit der Walzengießerei Roland GmbH
Seit mehreren Jahren wurden in der Walzengießerei Roland GmbH erhebliche Verluste aus dem operativen Geschäft erzielt, die durch den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Anlagevermögen ausgeglichen wurden.
In den letzten Jahren hatte sich die Marktsituation laufend verschlechtert, aufgrund eines zunehmenden Preisdrucks durch neu in den Markt eingetretene Mitbewerber aus dem ln- und Ausland. Durch weltweite und vor allem auch im Siegerland bestehende Überkapazitäten herrscht ein enormer Wettbewerbsdruck und somit ein strukturelles Problem, besonders im Bereich der Walzengießereien, die den Produktbereich von Roland bedienen. Eine nüchterne Markteinschätzung für diese Produkte ließ absolut keine Besserung der Situation erkennen.
Zur Ausweitung der Roland-Produktpalette wären im Betrieb von Roland zweistellige Millioneninvestitionen erforderlich gewesen. Damit wäre lediglich in die Herstellungsmöglichkeit von Produkten investiert worden, die in einem schon gesättigten Markt hätten verkauft werden müssen.
Ein turn-around zu einem positiven Ergebnis war somit kurz- und mittelfristig aus eigener Kraft bei Roland nicht erreichbar. Das bestätigt auch eine Studie einer Unternehmensberatung aus dem Jahr 1999.
Zur Lösung dieses Problems und zum Erhalt eines Teils der Arbeitsplätze und der Walzengießerei Roland Verwaltungsgesellschaft mit den ihr verbundenen Arbeitsplätzen hatten sich die Walzengießerei Roland GmbH und die WALZEN IRLE GmbH zu einem gemeinsamen Vorgehen entschlossen:
Die WALZEN IRLE GmbH übernimmt an ihrem Standort in Netphen-Deuz die laufenden Verpflichtungen gegenüber den Kunden der Roland GmbH. Roland schließt den Standort Siegen, Marienborner Straße und WALZEN IRLE übernimmt einen Teil der Mitarbeiter von Roland zum Standort Netphen-Deuz und bietet den Auszubildenden die Fortsetzung der Ausbildung an.
Damit war der Fortbestand von Arbeitsplätzen für einen Teil der Belegschaft und die weitere Betreuung der Kunden von Roland unter Nutzung vorhandener Synergieeffekte gewährleistet. Für die übrigen Mitarbeiter der Walzengießerei Roland GmbH schlossen Geschäftsleitung und Betriebsrat von Roland einen Sozialplan zur Milderung der wirtschaftlichen Nachteile ab, die mit dem Verlust der Arbeitsplätze verbunden waren.
GL